"The Guilty" oder Dänen lügen doch
Das ist mal ein kleiner, feiner Überraschungsfilm, wobei der besondere Clou darin besteht, dass es ein 1-Personen-Stück ist - aber eines mit vielen Figuren. Wie das geht, beweist Regisseur Gustav Moeller in diesem 85 minütigen Thriller, der unter die Haut geht.
In "The Guilty" schiebt der gelangweilte Polizist Asger Holm Dienst in der Notrufzentrale. Er tut dies zwar gewissenhaft, aber sichtlich angepisst und drückt einen Anrufer schon mal weg, wenn er den Grund für belanglos hält. Dass macht er auch fast, als er plötzlich eine Frau in der Leitung hat, die verstört und unzusammenhängend flüstert. "Geben Sie die Linie frei, die ist für Notfälle", blafft der mürrische Bulle. Doch die Frau bleibt hartnäckig und dem Polizisten wird klar, dass er ein Entführungsopfer in der Leitung hat.
Mit dieser Ausgangslage würde Hollywood nun ordentlich Kawumm auffahren. "Nicht auflegen" aus dem Jahr 2003 mit Colin Farell war ein knalliges Kammerspiel in der Telefonkabine. Der dänische Film nun schrumpft alle bunten Ecken weg, dampft die Geschichte runter auf das absolute Minimum und holt dank dem brillanten Drehbuch und vor allem dem exzellenten Praktisch-Einzig-Darsteller Jakob Cedergren das Optimum raus. Spannender geht nicht.
Dabei ist der Polizist nicht mal besonders sympathisch, plagen ihn doch seine eigenen Geister. Dennoch verbeisst er sich in den Fall, setzt sich intern über Kollegen hinweg und erlebt dann, genau wie wir Zuschauer, eine spektakuläre Wende. Diesen kräftigen Twist hat dieses Filmchen dann auch noch auf Lager. Mit "The Guilty" beweist das kleine Dänemark ein weiteres Mal seine enorme Film-Kraft.
Gewissenhaft, aber angepisst. Der Telefonpolizist Asger Holm. |
Mit dieser Ausgangslage würde Hollywood nun ordentlich Kawumm auffahren. "Nicht auflegen" aus dem Jahr 2003 mit Colin Farell war ein knalliges Kammerspiel in der Telefonkabine. Der dänische Film nun schrumpft alle bunten Ecken weg, dampft die Geschichte runter auf das absolute Minimum und holt dank dem brillanten Drehbuch und vor allem dem exzellenten Praktisch-Einzig-Darsteller Jakob Cedergren das Optimum raus. Spannender geht nicht.
Dabei ist der Polizist nicht mal besonders sympathisch, plagen ihn doch seine eigenen Geister. Dennoch verbeisst er sich in den Fall, setzt sich intern über Kollegen hinweg und erlebt dann, genau wie wir Zuschauer, eine spektakuläre Wende. Diesen kräftigen Twist hat dieses Filmchen dann auch noch auf Lager. Mit "The Guilty" beweist das kleine Dänemark ein weiteres Mal seine enorme Film-Kraft.
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