Die Welt geht deutsch unter
Die beiden deutschen TV-Serien "Blackout" und "Sloborn" lassen die Welt untergehen. Jede in ihrem eigenen Setting, aber nicht minder dramatisch.
Sloborn ist quasi die telegene Antwort auf die Corona-Pandemie und man kann sich schon fragen, ob die Welt darauf gewartet hat. Das Pech der Macher ist, dass sie mit dem Dreh noch vor dem Ausbruch der Pandemie begonnen hatten. Denn die Story erinnert frappant an das, was sich da draussen grad abspielt. Ein Virus bricht aus. Die Politik ist überfordert. Die Menschen teilen sich auf in die verschiedenen Lager.
Sloborn ist spannend und packend, scheitert aber an den Details. Natürlich braucht es wie immer in einer Serie Kinder oder Teenager, um die man sich sorgen kann oder die gehörig nerven. In dieser Disziplin sind die Skandinavier Weltmeister. Damit könnte ich noch leben. Aber es tritt Personal auf, dass wie eine Karikatur wirkt. Der exaltierte Autor. Der Prügel-Polizist mit dem weichen Herzen.
Blackout ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Marc Elsberg. Im Sechsteiler hetzt Moritz Bleibtreu einmal quer durch Europa. Völlig grundlos ist der Strom im ganzen Kontinent ausgefallen. Was ist los? Nur die Bleibtreu-Figur ahnt, was oder wer dahinter steckt. Dumm nur, dass ihm das BKA mit Heiner Lauterbach als Kommissar nicht glaubt. Gut nur, dass ihm Marie Leuenberger als Krisenstableiterin im Innenministerium glaubt.
Es wird also gehetzt, gerannt, viele Stirnen werden gerunzelt. Die Welt - oder zumindest Europa - gehen hier mal ganz ohne Hollywood unter. Oder fast. Am Ende lauert natürlich das Happy End. Oder doch nicht?
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