Was den Amis Florida, ist uns Europäern Mallorca. Der entspannende Wohlfühlort für die im Winter geplagte Seele. Das Antizyklische finde ich sowieso spannender. Darum ab über die Silvestertage auf die fast Touristen-leere Mittelmeerinsel um herrlich zu relaxen und geniessen.
Ohne Mietauto geht es nicht, darum mein Tipp Nummer 1: nimm einen kleinen Wagen, auch wenn sie Dir ein Upgrade aufschwatzen wollen. Bei meinem ersten Besuch auf Mallorca bin ich noch reingefallen. Doch dann kam ich mit meiner Limo fast nicht durch die engen Gässchen der kleinen Städte. Also gab's beim zweiten Mal den Fiesta und der tut's völlig. Mehr als Tempo 100 ist sowieso nicht erlaubt und das mit den schmalen Strassen hab ich schon erwähnt. Tipp Nummer 2: wenn schon Spanien, dann eine Finca. Wir haben uns für die Finca Bonita entschieden. Zwischen Realität und Fiktion klaffen oft Löcher. Jeder, der
sich Online schon eine neue Wohnung, ein Auto, einen PC oder ein Ferienhaus
angeguckt hat, weiss das.
Bei der Finca Bonita jedoch wurden wir nicht enttäuscht. Es
sieht alles genauso aus, wie auf den Bildern und es ist alles so, wie im PR-Text auf der Finca-Seite beschrieben. Das Haus ist zwar klein, aber oho, es ist alles vorhanden, gemütlich, sauber; genau richtig, für ein paar Wohlfühltage über Silvester. Sogar den Pool konnten wir – wenn auch nur für ein scheues
Fussbad – nutzen. Der Verwalter Martin spricht gut Deutsch und ist zur Stelle,
wenn man ihn braucht. Er hat uns auch coole Tipps für den Ostteil der Insel
gegeben. Da gib'ts so einiges zu entdecken. Das historische Städtchen Arta. Ein Katzen-Geisterhaus in Alcudia. Leere Sandstrände zum Spazieren, Stadtmauern, Festungen, Geschichte en masse.
Apropos Arta, hier kommt Tipp Nummer 3; wenn Du schon dort bist, geh ins Brooklyn Café. Es liegt in einer Nebenstrasse, etwas abseits von den Nippes-Läden (die es leider auch in Arta hat) und es gibt Dir für ein paar leckere Momente das Gefühl des guten, alten New York.
Und das Beste gibt's in der Nacht. Dann musst Du raus und in den Himmel schauen. Guckst Du... Wenn Du diesen Sternenhimmel siehst, kommst Du schon auf andere Gedanken. Wir sollen hier die einzigen sein? ET, siehst Du uns?
Er ist wieder da . Im schwarz-roten Blingbling-Anzug tritt Thomas Gottschalk auf und erhält sofort eine Standing Ovation. «Ich bin’s doch nur», grinst er und geniesst doch. Über « Wetten, dass » ist alles geschrieben und alles gesagt. Alles? Eigentlich ist die Show wie ein Zeitfenster in die Vergangenheit. Da sitzen Bully Herbig und Veronica Ferres auf dem legendären Sofa, dazwischen quetschen sich Weltstars wie Robbie Williams und John Malkovich und am Schluss gesellt sich auch noch Herbert Grönemeyer hinzu. Und ebenfalls wie früher kaspert sich der Moderator durch seine Fragen, lässt auch mal seine Zettel liegen und weiss doch immer was zu plaudern. Tiefsinn ist es nie. Aber wozu auch. Wetten dass ist eine Show, keine philosophische Party, auch wenn Gottschalk den Schalk nie verloren hat. Als es zur herzigen Stoffbärchen-Wette geht, haut der Moderator die Line raus «die habe ich früher alle gefressen». Er kann es einfach. Auch wenn er schon mal die Übersicht verliert. Bei der Spie...
"An meinem Geburtstag gehe ich immer um 15 Uhr mit meinem Papa ins Café Sacher in Wien und esse Sachertorte.» Dieser Satz wird Karl im Film «Sachertorte» zum Verhängnis. Er trifft in Berlin auf die attraktive Nini, die nur noch wenige Stunden hat, ehe sie mit dem Bus zurück nach Wien fährt. Karl und Nini schlendern und plaudern, essen Wiener Würste und sind schon halb verliebt, als sie in den Bus hüpft. Nini tippt ihre Nummer in Karls Handy – aber das Unheil nimmt jetzt seinen Lauf. Kaum fährt der Bus weg, kriegt er einen Anruf und als er danach aufs Display schaut, ist die – zuvor leider, leider nicht gespeicherte – Nummer weg. Aber Karl hat ja einen Anhaltspunkt und macht sich auf nach Wien, wo er von nun an stets um 15 Uhr im berühmten Café Sacher auf die Angebetete wartet. Eine RomCom von Hollywoodschem Ausmass nimmt ihren Anfang und was als kleine Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer Art Love Actually der 2020er Jahre. Nicht nur Karl, sondern weiteres Per...
"Wir schalten nun in eine deutsche Stadt, dort mundet heute das Bier besonders gut", sagte einst ein Schweizer Fernsehmoderator, als die Fussballnationalmannschaft in Dortmund ein wichtiges Spiel gewonnen hatte. Das ist ein Wortspiel , welches mir auf der Zunge zergeht. Ich mag Wortspiele. Gute Wortspiele. Und sie kommen am besten in gesprochener Form rüber, also in Sendungen am Fernsehen, Radio, in Filmen, Videos oder Podcasts. Was ich nicht mag, ist das Phrasenschwein . Das ist leider viel häufiger unterwegs, wie sein kluger Bruder das Wortspiel. Und immer wieder "ein grosser Applaus" Da ist zum Beispiel die Schweizer Quizmoderatorin Angélique Beldner. Privat mag das eine angenehme Person sein (ich kenne sie nicht), aber als Präsentatorin scheint mir die Gute überfordert. Sie sagt die immer gleichen Dinge zum immer gleichen Moment. Hat ein Kandidat verloren - oder selten auch mal gewonnen - verabschiedet sie die Person immer mit den gleichen Worten: "Ein...
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