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Kiefer Sutherland singt! Gut? Hmmm.....

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Die Selbstironie ist schon mal sehr angenehm. "Finde ich gut, kommen heute so viele Leute zusammen um sich 25 Songs anzuhören, die sie noch gar nicht kennen." Was dann nicht ganz korrekt war, den in der Playlist von Kiefer Sutherland schleichen sich auch Coverversionen, allen voran "Knockin on heavens door."  Der Gig des Schauspieler-Sänger beginnt spät - und peinlich. Im cremefarbenen Jacket und ebenso scheusslich-farbenen Cowboy-Hut entert Kiefer Sutherland die Bühne. Diesen missglückten Start fängt er aber schnell mit Charme auf, er radebrecht - in Hommage an das mehrsprachige Gastland Schweiz - auch noch etwas in D, F und I, was herzig ist und eigentlich sonst niemand macht. Wozu in Zürich italienisch sprechen?  Ein Bandleader ist Kiefer Sutherland nicht. Ohne dass ich musikalisch zuviele verstehe, aber mir scheint, seine Musiker galoppieren schon mal davon und er, der Chef, interveniert nicht. Vielleicht steht auch einfach der Spass im Vordergrund und nicht...

Die kuriosen Parallelen zwischen Hamburg und Kloten

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Jetzt hat es die Absolut-Unabsteigbaren also doch erwischt. Aber nicht nur das. Zwischen dem Fussballverein HSV in Deutschland und dem Eishockeyverein EHC Kloten in der Schweiz gibt es eine unheimliche Parallele. Der HSV spielte seit 55 Jahren Bundesliga, der EHC Kloten gehörte der höchsten Schweizer Liga sogar 56 Jahre an.  Solange hat kein anderer Verein im jeweiligen Land in der jeweiligen Klasse gespielt.  Crash Boom Bang; der HSV und der EHC Kloten steigen beide nach über 55 Jahren ab.  Aber es gibt noch weitere - teils kuriose - Parallelen. Beide Teams hatten in ihrer Geschichte Phasen, wo sie ihre jeweilige Liga fast nach Belieben dominiert haben: Beim Fussballverein war es die Zeit zwischen 1977 und 1983. Da wurde der HSV dreimal Meister und gewann auch noch zwei europäische Titel. Kloten war von 1993 bis 1996 das Mass aller Eishockeydinge, wo der Verein viermal in Folge Schweizermeister wurde.  Der Rekordspieler bei Hamburg (Manfred Kaltz) hat es...

Das schönste Kunstmuseum der Welt steht ... in Bonn

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New York hat sein Moma oder das Guggenheim, Paris den Louvre, St. Petersburg die Eremitage - und Bonn sein Kunstmuseum. Nicht mal der Name ist Popanz. Dafür aber Inhalt und Ästhetik des Gebäudes. Sensationell. Und darum sollte Bonn jedem Rheinland-Reisenden einen Besuch wert sein. Die meisten biegen nördlich ab nach Düsseldorf oder Köln, fahren zum Fussball nach Dortmund oder machen Finanzhandel im südlich gelegenen Frankfurt.  Spektakulär; Innen wie Aussen. Das Kunstmuseum Bonn.  Das Kunstmuseum Bonn hat nicht nur ein spektakuläres Äusseres, sondern auch eine von triefender Ironie geprägte Geschichte. Die nicht sonderlich populäre deutsche Hauptstadt Bonn wollte sich in den frühen 1980er Jahren aufhübschen und plante daher den Bau eines bedeutenden Museums. 1985 ging es los mit den Bauarbeiten, 100 Millionen D-Mark wurden veranschlagt. Als das Museum fertig war, war Bonn aber nicht mehr Hauptstadt. Die ganze Politprominenz zog nach der Wende nach Berlin, Bonn verkam zum...

Arm, aber sexy? Berlin, das war einmal

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Soeben bin ich noch mit einer dieser gelben U-Bahnen durch den Berliner Untergrund gerattert, doch nun stehe ich mitten in New York. Wie kann das sein? Bin ich durch ein Zeitloch gefallen? Nein, "bloss" am Potsdamer Platz ausgestiegen. Und da ragen sie in die Höhe, die Berliner Glastürme. New York City? Nö. Berlin. Wo ist denn dieses "Arm-aber-sexy-Ding" hin? Berlin, mon amour, du bist zurück auf dem Weg zur strahlenden Perle zu werden, die Du schon einmal warst. In den 1920ern war die deutsche Hauptstadt einer der Hot Spots, the place to go. Und damals wie heute flanieren sie Unter den Linden, spazieren an der Spree, kredenzen Kaffee und geniessen das weltoffene Flair, die Schönen, Smarten, Weitgereisten.  Erstmals in Berlin war ich 1985. Vom Fernsehturm am Alexanderplatz guckte ich rüber in den Westteil, neben mir stand ein Vater mit seinem Sohn. Unvergessen was der Papa in seinem Ost-Deutschen Idiom sagte; "Juck mal, dett is nu der goldene Westen....

"Feuer und Zorn": Willkommen im absurden Trumpistan

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Selbst wenn nur 10 Prozent des Inhaltes stimmen; selten hat mir ein Sachbuch derart viel Spass gemacht, wobei mir nicht immer klar ist; sind das Tränen der Trauer oder der Freude? Der Autor Michael Wolff war ein paar Monate quasi als Mäuschen im Weissen Haus und hat mitgelauscht und mitgeschrieben. Schmeichelhaftes kam dabei wenig zu Tage, aber viel Intimität, nach deren Publikation 99,999999% der Menschheit vor Scham ins Mausloch verschwinden wollen würden. Nicht so ein Narzisst, erst recht nicht, wenn er durch seinen Narzissmus sogar bis ins mächtigste Amt der Welt gespült worden ist. "Lasst den Mann, er ist demokratisch gewählt", schallt es den Kritikern entgegen. "Stimmt", entgegne ich, "aber eine der Waffen der Demokratie ist eben genau die Kritik".  Also blättern wir, staunen, geniessen, empören und wundern uns. Was der Autor da zusammen getragen hat, scheint kaum möglich. MUSS gefärbt sein, kann nicht dessen Ernst sein. Und so folgt Peinlichkeit ...

Wir verbrennen einen Mann - oder; willkommen in Zürich

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Was für eine Barbarei. Mitten in einer der reichsten Städte der Welt wird einmal im Jahr ganz öffentlich und ganz herzlich ein Mann hingerichtet. Tausende Menschen kommen, sogar Kinder, die Zuckerwatte essen und staunen oder lachen.  Was ist denn hier los? Was würde Obelix sagen? Tja, sie spinnen eben nicht die Zürcher, sondern sie zelebrieren den Brauch des Winter-Vertreibens auf ihre ganz eigene Art. Indem sie einen Pappmasche-Schneemann auf einen Holzstapel stellen, diesen anzünden und somit symbolisch den Winter vertreiben. Der arme Schneemann ist gefüllt mit Böllern und je mehr es kracht und knallt umso grösser der Spass. Der Gag ist nun; je weniger lang der arme weisse Kerl brennt, umso schöner soll der Sommer werden. Einen kausalen Zusammenhang gibt es zwar nicht. Aber es ist schon auffällig, dass der Knall im Jahr 2003 gerade mal 5 Minuten und 42 Sekunden auf sich warten liess - hernach folgte der sogenannte Jahrhundertsommer. Aber die Tabelle enthüllt diesen Mythos natürl...

Mit Zwiebeln und Allem und scharf? Zu Gast bei türkischen Freunden im "New Point"

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Plötzlich waren sie überall: Restaurants mit dem wenig originellen Namen "New Point". Nicht nur der Name, auch das Logo erinnert an die 80er Jahre. Aber das war und ist es dann schon mit Kritik. Denn nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis ist genial. Das kulinarische Angebot ist gross, der Service ist exzellent und die Freundlichkeit des Personals ist - wir sind in einer Kette und nicht im 5-Sterne-Haus - die Beste ihrer Klasse. Schon oft habe ich gedacht; können die New Pointler Lippen lesen? "Sind Sie in Eile?" fragte mich unlängst der Kellner, als ich - vielleicht, ich gebe es ja zu - etwas ungeduldig auf meine Uhr schaute. Für das Take-Away-Futter gibt es üblicherweise den Take-Away-Bereich. Ich setze mich dann dennoch hin. Und schon steht der Kellner vor mir und fragt: "Mit Zwiebeln und Allem und scharf?" Er bellt nicht hinter dem Tresen hervor, er schnauzt mich nicht an, weil ich als Take Awayer gefälligst zu warten habe. Nein, er kommt zu mir. Fr...